Pjotr Nikolajew ist 50 Zentimeter groß und wiegt 3.060 Gramm. Der Zeitpunkt seiner Geburt wurde akribisch von den Ärzten und Beobachtern der UN festgehalten, handelt es sich doch um eine epochemachende Angelegenheit.
Noch in der letzten Woche hatten Demografie-Experten die UN vor Eile gewarnt, die angekündigt hatte, bis Ende Oktober werde die magische Grenze von sieben Milliarden Menschen auf der Erde gebrochen. Laut Spezialisten sei die Grenzüberschreitung erst im nächsten oder sogar übernächsten Jahr zu erwarten.
Laut dem russischen Fernsehsender „Rossija-24“ geht es Petja und seiner Mutter gut. Die Eltern des Jungen bekommen heute im regionalen Entbindungszentrum die Urkunde „Geboren am Tag der sieben Milliarden“.
Kaliningrad im Fokus der Demografen Zufall oder nicht – in Kaliningrad führt die UN heute die Präsentation des Weltberichts über die Bevölkerung des Planeten durch, in dem laut Pressestelle der Kaliningrader Gebietsverwaltung „die Probleme und Möglichkeiten der Welt analysiert werden“.
Außerdem gibt es ein Rundtischgespräch zum Thema „Russland von einem Ende zum anderen: Ein demographisches Bild des Landes“.
Zweifelhafte Angelegenheit Die Genauigkeit der Geburtenzählung wird indessen immer wieder in Frage gestellt. Sergej Schtscherbow vom Institut für Demographie in Wien ist der Meinung, es sei unmöglich, Prognosen abzugeben und genaue Daten zu nennen.
Die UN sei „gezwungen, mit offiziellen Daten zu operieren, die oft nicht mit dem realen Bild übereinstimmen“. So sei der Koeffizient in China, einem der geburtenreichsten Staaten der Welt, sehr viel niedriger als der, den die UN bei ihren Berechnungen offiziell zugrundelegt.
Überhaupt gebe es weltweit die Tendenz zum Geburtenrückgang, auch in muslimischen Ländern wie etwa der Türkei. Rückgängig sei die Rate auch in Indien, China und Indonesien. Auch in Afrika sei er rückläufig, obwohl die Bevölkerung „in den Ländern südlich der Sahara“ weiter sehr schnell anwachse.
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