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Mittwoch, 12.08.2009
Erschossener Regionalpolitiker traf sich mit Mafiapaten
Kaliningrad. Zu langjährigen Haftstrafen sind in Kaliningrad die Mörder eines Politikers verurteilt worden. Der Ermordete war Vizevorsitzender des Gemeindeparlaments in Selenogradsk. Vor Gericht wurden seine Unterwelt-Beziehungen öffentlich.
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Viktor Kondratow war am 13.10.2007 vor dem populären Cafe "Föst" (First) in Kaliningrad erschossen worden.
Das Gericht befand jetzt zwei Kaliningrader des Mordes und der Beihilfe für schuldig und verurteilte sie zu 10,5 bzw 6,5 Jahren Haft.
Der Haupttäter Wladimir Dulub sagte vor Gericht aus, er habe den Regionalpolitiker und Funktionär der Kremlpartei "Einiges Russland" schon im Jahre 2003 kennengelernt. Damals habe er sich mit Kondratow getroffen, weil der mit einer Betrugsaffäre um Wohnungseigentum zu tun hatte.
Als Vermittler bei diesem und vielen anderen Treffen in den folgenden Jahren habe ein gewisser Waleri Pantschenko fungiert, der damals Mafia-Pate für das Gebiet Kaliningrad gewesen sei.
Die Treffen hätten meistens in einem Hotel in Selenogradsk stattgefunden, das dem Vizeparlamentsvorsitzenden gehörte. In eben diesem Hotel habe sich auch die Gemeinschaftskasse der Unterwelt und ein Lager für die Versorgung von Inhaftierten befunden.
Der Mörder des Regionalpolitikers sagte vor Gericht auch aus, dieser sei häufig nach Moskau gereist, um dort mit Mafia-Bossen "Fragen zu klären".
Schliesslich habe er den Politiker bei einem zufälligen Zusammentreffen vor dem Cafe in Kaliningrad im Affekt erschossen.
Ihm seien nach einem Streit mit seiner Ehefrau einfach die Nerven durchgegangen, sagte Dulub vor Gericht.
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