Bereits zum fünften Mal werden dem Kaliningrader Publikum in seinem Rahmen junges, zum Teil preisgekrönte Filme aus Deutschland näher gebracht.
Zur Eröffnung am Donnerstagabend im Kino Sarjaam Prospekt Mira, kamen neben viel geladenem Publikum auch Generalkonsul Aristide Fenster und der Chef des Petersburger Goethe-Instituts Friedrich Dahlhaus.
Es gab „Jericho“ (2009) – Christian Petzolds dramenhaft erzählte Dreiecksgeschichte von Thomas (Benno Fürmann), Laura (Nina Hoss) und Ali (Hilmi Sözer), deren Leben in einem Provinzkaff irgendwo im deutschen Nordosten scheinbar zufällig aufeinanderprallen.
Keine leichte Kost – aber sie regte die Diskussion an Nicht gerade leichte Kost, der Applaus nach der Premiere fiel denn auch eher spärlich aus. Die anschließenden Diskussionen umso lebhafter, und eben das dürfte ganz im Sinn der Festivalmacher gewesen sein.
Der spätherbstliche Filmmarathon, dem Dialog der Kulturen verpflichtet und in diesem Sinne in der Pregelstadt am richtigen Ort, zeigt in seiner fünften Auflage ein sehr breites Spektrum, das vom Historien-Drama bis zur Komödie reicht.
Gezeigt werden bis Sonntag im Sarja unter anderem die Filme „Requiem“ (2006 / Regie: Hans Christian Schmid), „Kebab Connection“ (2005 / Anno Saul) und Detlef Bucks „Hände weg vom Mississippi“ (2007) nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Cornelia Funke.
Ein Höhepunkt des Festivals dürfte „Am Ende kommen Touristen“ (2007) in der Regie von Robert Thalheim sein:
ein Filmdrama über Auschwitz, der die Verbrechen an diesem Ort so ganz anders erzählt – aus der Sicht des 19-jährigen Sven (Alexander Fehling), der in der KZ-Gedenkstätte seinen Zivildienst leistet.
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