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Mittwoch, 23.01.2008
Kaliningrad: Deutsches Generalkonsulat zieht um
Kaliningrad. Im Generalkonsulat werden mal wieder die Koffer gepackt. Zumindest die Zeiten des Provisoriums im Gästehaus „Albertina“ sind nun bald vorbei, wenngleich auch das neue Quartier eine Übergangslösung ist.
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In den nächsten Tagen wird die derzeit noch in dem Hotel im Kaliningrader Norden residierende diplomatische Mannschaft in das Geschäftshaus in der Leningrader Straße 4 am Oberteich umziehen, wo bereits seit April vorigen Jahres das Visabüro der Konsulats arbeitet.
„Die Trennung von Visastelle und Konsulat hat sich in der täglichen Praxis als sehr ungünstig erwiesen“, sagte Generalkonsul Dr. Guido Herz am Dienstag im Deutschen Wirtschaftskreis, dem monatlichen Treffen deutscher Unternehmer in Kaliningrad. Weil im Obergeschoss der Leningradskaja 4 vor kurzem Büroräume frei geworden seien, habe man sich daher zum Umzug entschlossen. „Unsere Arbeit wird sich dadurch effizienter gestalten lassen.“
Konsulats-Villa wird wohl erst Ende 2009 bezogen Vorgesehen als künftiger Sitz der bundesdeutschen Gesandtschaft in Kaliningrad bleibe indes unverändert die Thälmannstraße 14, betonte Guido Herz. „Der Umbau der Villa in ein konsularisches Dienstgebäude ist nunmehr für 2008 in den Haushalt eingestellt. Da die Bundesbauverwaltung eher langsam arbeitet, gehe ich davon aus, dass wir Ende 2009 in die Telmanna 14 einziehen werden.“
Immerhin hat man es dann nicht mehr weit. Von der Leniningradskaja bis zur Villa in der einstigen Auguste-Viktoria-Allee sind es fünf Minuten zu Fuß.
Schengen bislang kein Problem Seit knapp einem Monat sind die Nachbarländer der russischen Exklave, Polen und Litauen, Mitglieder der Schengen-Zone. Im Vorfeld hatte das, ähnlich wie vor der EU-Osterweiterung, in Kaliningrader Medien zu heftigen öffentlichen Debatten und Horrorszenarien geführt, was die künftige Reisefreiheit und Visaerteilung für die Einwohner des Gebietes betrifft.
Der deutsche Generakonsul gab auf dem Treffen der deutschen Wirtschaftsleute Entwarnung: Schengen habe auf Kaliningrad bisher keinen spürbaren Einfluss gehabt, „das aktuelle Visaaufkommen ist praktisch unverändert.“
Allerdings liege dies wahrscheinlich daran, dass viele Einwohner des Kaliningrader Gebietes noch im Besitz nationaler Visa für Polen und Litauen seien, so Herz. „Diese Visa laufen in den nächsten Monaten aus. Den eigentlichen Schengen-Test haben wir also wohl noch vor uns, ich schätze, der kommt im Frühsommer.“
(Thoralf Plath/tp/.rufo)
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