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Mittwoch, 27.02.2008
Kaliningrad: gemeinsames Umweltseminar begonnen
Kaliningrad. Wie kann man Kindern vermitteln, dass Umweltschutz in länderübergreifender Verantwortung ist? Dies ist das Thema des ersten deutsch-russischen Seminars zur Umweltbildung in Kaliningrad.
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Das „Seminar zur Entwicklung einer vorschulischen und schulischen Umweltbildung im Kaliningrader Gebiet“ findet im Rahmen der weltweiten UN-Dekade für nachhaltige Bildung statt. Es wurde am Dienstag u. a. von Vertretern des deutschen Bundesumweltministeriums sowie von Michail Michailow, dem stellvertretenden Minister für Wohnungs-, Kommunalwirtschaft und Bauwesen des Gebiets Kaliningrad eröffnet.
Veranstalter sind neben dem Deutschen Bundesumweltministerium die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, das Kaliningrader Bildungsministerium und das Kinderzentrum des Kaliningrader Gebietes für Umweltbildung und Tourismus.
Förderung des Umweltbewusstseins durch Projektarbeit
Ziel des Seminars ist die Förderung des Umweltbewusstseins bei Kindern im Kindergarten und in der Schule anhand von praktischen Beispielen und Projektarbeit. Zwei Tage lang tauschen Lehrer und Pädagogen dazu ihre Erfahrungen aus.
„Es gibt in Kaliningrad sehr innovative und kreative Projekte und daher ein gutes Potential zur Kooperation. Dies wird sich im Laufe der nächsten Jahre verfestigen“, erklärt Achim Schreier, Vertreter des Referats Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Umwelt.
Am Mittwoch haben die 19 Teilnehmer aus Deutschland und die 56 Teilnehmer aus dem Gebiet Kaliningrad die Möglichkeit, auf einer Kooperationsbörse in kleinen Gruppen direkt miteinander zu sprechen. Im Anschluss gibt es einen Ausflug zu den teilnehmenden Kindergärten und Schulen in der Stadt und im Gebiet Kaliningrad.
Stabile Kooperationen zwischen deutschen und russischen Schulen
Insgesamt erhoffen sich die Teilnehmer nicht nur neue Ideen, sondern auch einen langfristigen Wissensaustausch. Es sollen gemeinsame Projekte entwickelt und stabile Kooperationen zwischen deutschen und russischen Kindergärten und Schulen aufgebaut werden. Diese könnten auch dazu beitragen, eine gemeinsame Umweltpolitik im Ostseeraum zu entwickeln.
„Wir haben das Gefühl, dass die russische Verwaltung in Kaliningrad sich als Vorposten empfindet, auf dem das Zusammenspiel zwischen der Europäischen Union und Russland erprobt werden kann“, sagt Wilhelm Kulke, Sonderbeauftragter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt für Osteuropa.
Bereits seit 2001 führt das Bundesumweltministerium in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Kaliningrader Gebiet zahlreiche Projekte durch, darunter zu ökologischem Landbau und industrieller Wasserreinigung. Seit 2003 finden außerdem jährlich die Deutsch-Russischen Umwelttage in Kaliningrad statt.
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