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Montag, 08.12.2008
Kreist der Pleitegeier? Krisensignale aus Kaliningrad
Kaliningrad. Die Finanz- und Wirtschaftskrise bringt offenbar doch immer mehr Unternehmen in Schwierigkeiten, trotz gegenteiliger Beteuerungen von Gouverneur Georgij Boos, Wirtschafts- und Bankenvertretern.
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Nach einem Bericht der Zeitung "Argumentyj i Fakti" hat die Gebietsregierung eine Liste von Großunternehmen erarbeitet, denen der Staat mit finanziellen Zuschüssen aus Zahlungsproblemen helfen soll.
Ganz oben steht immer noch die Fluggesellschaft KD Avia, die 3,5 Milliarden Rubel benötigt. Auf Platz zwei folgt die Lukoil-Tochtergesellschaft KaliningradMorNeft, Betreiber der Ölbohrinsel D-6, die mit einem Hilfsbedarf von 2-3 Milliarden Rubel taxiert wurde.
Weitere Kandidaten auf der Krisenliste sind laut Zeitungsbericht das für die Strom- und Wärmeversorgung wichtige zentrale Gaskraftwerk TEZ 2, die Schiffswerft "Jantar" und das Automontagewerk "Awtotor" (Montage von BMW und Hummer).
Auch für die Baubranche will die Gebietsregierung bis zu eine Milliarde Rubel Hilfe beantragen, um mit dem Geld 200 neugebaute, aber wegen abgesprungener Käufer leerstehende Wohnungen aufzukaufen. Sie sollen dann Militärangehörigen zur Verfügung gestellt werden.
Insgesamt hat Moskau dem Gebiet Kaliningrad bis zu 12 Milliarden Rubel als Unterstützung bei der Krisenbewältigung in Aussicht gestellt.
Näheres wollte Vizepremier Igor Schuwalow bereits in der vorigen Woche in Kaliningrad mit der Spitze der Gebietsregierung besprechen. Der Besuch wurde aber aus nicht genannter Ursache verschoben.
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