R-A: Wie unterscheidet sich die Art-Masleniza von den offiziellen städtischen Feiern?
Schultess: Unsere Veranstaltung ist eine eher private und volkstümlichere Geschichte. Im Gegensatz zu den lauten Bühnen, welche die Stadt aufbaut, setzen wir nicht auf Technik. Wir wollen aber auch nicht mit der Stadt konkurrieren, sondern einfach eine Alternative bieten. Bei uns soll das Spielerische im Zentrum stehen. Zurück zu den Wurzeln, aber trotzdem kein Ethnoevent, sondern ein Familienfest.
R-A: Welche traditionellen Bräuche werden berücksichtigt?
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Neskutschny Sad Moskowski Teatr Musyki i Drami Staca Namina Metro: Oktjabrskaja Umzüge von 12 bis 18 Uhr VIP-Party von 16 bis 21 Uhr
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Schultess: Auf Faustkämpfe verzichten wir, aber dafür gibt es ein Maslenizabrennen. Weiter soll in einem Wettstreit ermittelt werden, welches Paar sich am längsten küssen kann. Im Zentrum stehen natürlich auch bei uns die Blini. Sie werden auf einer Länge von 40 Metern von rund 20 Köchen gebacken. Weiter gibt es zahlreiche Animationen, Wettbewerbe sowie auch ein Wahrsagerin, die mit Hilfe von Blinis die Zukunft voraussagt.
R-A: Wieso befasst sich Ihr Theater mit der Masleniza?
Schultess: Wir sind ein kulinarisches Theater, weshalb wir den Maslenizafeierlichkeiten nahe stehen. Weiter hat dieses Fest für mich eine langjährige Tradition als private Feier für meine Freunde, die über die Jahr immer größer geworden ist. So groß , dass sie von mir alleine nicht mehr tragbar war. Deshalb findet sie in diesem Jahr erstmals in einen öffentlicheren Rahmen mit Eintritt statt.
R-A: Wie viele Leute werden kommen?
Schultess: Wir erwarten meherere tausend Besucher. Wer ohne Flyer kommt, bezahlt 150 Rubel Eintritt. Mit Flyer 100 Rubel. Kinder und Kostümierte feiern kostenlos. Die Feier wird in einem etwas abgelegeneren Teil des Neskutschni Sad in einem alten Freilichttheater abgehalten. Getreu unserer eigenen Tradition - im Zentrum aber etwas abseits.
Das Interview führte Luca De Carli
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