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Donnerstag, 23.04.2009
Kultur im Zentrum der Düsseldorfer Wirtschaftstage
Moskau. Über die Wirtschaft gibt es dieser Tage wenig zu reden. Daher stand bei den Düsseldorfer Wirtschaftstagen in Moskau die Kultur im Mittelpunkt. Kulturaustausch soll die Beziehungen der beiden Städte festigen.
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Freundschaft beweist sich in der Not, heißt es so schön. Eben darum sei die Durchführung der Düsseldorfer Wirtschaftstage in Moskau – bereits zum neunten Mal – in diesem Jahr so wichtig gewesen, erklärte Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers; „vielleicht sogar wichtiger als in den Boomjahren zuvor.“
Deutlich weniger Unternehmer beteiligt als 2008 Freilich stand die Wirtschaft diesmal eher im Hintergrund der gemeinsamen Veranstaltungen. Etwas mehr als 40 Unternehmer aus der Rhein-Metropole hatten den Weg nach Moskau gefunden – zum Vergleich: im vergangenen Jahr waren es 72.
Bei einem Empfang mit Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow konnten sie ihre Projekte vorstellen und um Unterstützung werben. Unter anderem habe Schneider Intercom dabei ein neuartiges Beleuchtungssystem auf der Basis von Polykarbonat vorgestellt, teilte Elbers auf Anfrage von Russland-Aktuell mit.
Energieeffizienz und Finanzen von Interesse Der Vorteil des Systems soll in dem „völlig gleichmäßigen Licht“ und einer daraus folgenden deutlichen Senkung der Energiekosten bestehen. Luschkow soll Interesse daran geäußert haben, die energieeffiziente Beleuchtung in neu zu bauenden Parkhäusern – eines der Lieblingsprojekte Luschkows in den vergangenen Jahren – einzusetzen.
Aus wirtschaftlicher Sicht von Interesse dürften auch die Verhandlungen der Sparkasse Düsseldorf mit der Bank of Moscow gewesen sein. Schließlich gelten fehlende Kredite und Finanzierungssorgen in Russland als wichtiger Grund für den massiven Rückgang deutscher Exporte nach Russland. Einzelheiten zu den Gesprächen wurden allerdings nicht bekannt.
Deutlicher Ausbau der Kultur-Kooperation Dafür konzentrierte sich die Düsseldorfer Delegation bei der Abschlusspressekonferenz der Wirtschaftstage auf die Beleuchtung der Kulturaktivitäten. Tatsächlich gibt es auf diesem Gebiet auch deutlich mehr zu berichten.
Neben der Einweihung eines Düsseldorf-Parks in der russischen Partnerstadt (er liegt im Stadtbezirk Marjino – Düsseldorf spendierte ein „Radschläger“-Denkmal für den Park) wurde auch eine Vereinbarung über die kulturelle Zusammenarbeit in den Jahren 2009 bis 2011 unterzeichnet.
Schiller-Ausstellung, Mendelssohn-Konzert und Fotografenaustausch Drei Schwerpunkte hat das Programm für 2009 ausgemacht: Erstens findet anlässlich des 250. Geburtstags von Friedrich Schiller eine Ausstellung über den deutschen Schriftsteller im Moskauer Puschkin-Museum statt.
Zweitens wird das Moskauer Kammermusikensemble Viva bei den Moskauer Wirtschaftstagen in Düsseldorf (im Herbst 2009) ein Konzert in der Hauptstadt Nordrhein-Westfalens geben. Das Konzert findet zu Ehren von Felix Mendelssohn Bartholdy statt, dessen 200. Jahrestag in diesem Jahr begangen wird.
Drittens werden in diesem Jahr erstmals zwei Düsseldorfer Fotografen nach Moskau reisen, denen hier ein Atelier und ein Stipendium sowie die Möglichkeit, ihre Bilder auszustellen, eingeräumt wird. Eine ähnliche Aktion gibt es von Seiten Düsseldorfs bereits seit 2003. „Es ist mir sehr angenehm, dass die Aktion nun auf Gegenseitigkeit beruht“, erklärte Elbers dazu.
Im kommenden Jahr soll dann bildende Kunst und Fotografie im Mittelpunkt des Kulturaustausches stehen, 2011 steht der aus Düsseldorf stammende Heinrich Heine im Mittelpunkt der Städtepartnerschft.
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