1908 wurde die Firma in Schwyz von Max Felchlin zunächst als Honigimporteur gegründet. Später kam dann die Herstellung von Schokolade und Pralinenfüllungen hinzu. Inzwischen werden die Halbfertigprodukte in 40 Länder exportiert.
Im Jubiläumsjahr nach Russland Im 100. Jahr seines Bestehens wagt Felchlin nun den Schritt nach Russland. „Wir sehen in diesem Markt enorme Perspektiven“, sagt Simon Badertscher, Export- und Küchenchef bei Felchlin. Vor allem bei Edel-Hotels und Cafés in Moskau soll Felchlin eingeführt werden.
Da die Schokolade kein Fertigprodukt ist, sondern als Füllung für Konfekt und Gebäck, als Glasur oder Schoko-Überzug individuell eingesetzt werden kann, sind Vielfalt und Ideenreichtum der Küchenchefs keine Grenzen gesetzt.
Back-Kurse für Küchenchefs Felchlin bietet dabei Hilfe an. Zusammen mit dem Importeur „Aleph Kaffe, Tee“ hat das Schweizer Unternehmen ein Training organisiert, bei dem Badertscher den Küchenchefs zeigt, wie die Schokolade gemacht wird und wie sie in Kuchen und Gebäck verwendet werden kann.
Für den Schweizer, der das erste Mal in Russland ist, bedeutet das ein volles Programm. „Bis Samstag bin ich in Russland und es gibt praktisch kaum eine freie Minute“, gesteht Badertscher. Das nächste Mal wolle er sich etwas mehr Zeit nehmen, um Moskau und Russland ein bisschen besser kennen zu lernen, verrät er.
Keine Konkurrenz für Alpengold, Milka und Roter Oktober Doch das wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr sein. Bis dahin soll sich die Schweizer Schokolade auf dem russischen Markt für Edelprodukte durchgesetzt haben. Die Qualität hat ihren Preis. Mit Supermarktschokolade à la „Roter Oktober“ kann Felchlin preislich nicht mithalten.
Da sich die Prädikate edel und teuer in Russland gut verkaufen, hofft Aleph-Generaldirektor Michail Perelman dennoch auf einen Erfolg. Schon jetzt hat Aleph für 200.000 Euro Schweizer Schokolade importiert.
Sollte die Einführung des neuen Produkts gut anlaufen, wird es bald noch deutlich mehr sein, ist er überzeugt.
|