Tobias Schmid, Geschäftsführer COMMIT Agro ZAO Moskau: Ich werde natürlich feiern und Geschenke für die schönen Damen um mich kaufen. Der 8. März hatte früher für mich nie eine Bedeutung, weil ich aus Bayern komme. Meine Frau ist aus Ostdeutschland und kannte diesen Feiertag. Aber der Frauentag ist für uns erst Tradition geworden, seitdem wir in Russland leben.
Alexandra von Nahmen, Leiterin Deutsche Welle Studio Moskau: Bei uns wird der 8. März gar nicht gefeiert. Ich weiß, dass es der Frauentag und zugleich ein Feiertag in Russland ist. Ich werde aber an diesem Tag nicht einmal in Russland sein, sondern in Deutschland.
Wolfgang Billmann, Leiter Deutsches MBA Moskau: Ich werde den Frauentag mit den russischen Mitarbeiterinnen natürlich feierlich begehen. Ganz wie es noch zu Sowjetzeiten typisch war – mit Blumen, Glückwünschen und kleinen Geschenken. Privat werde ich ihn aber nicht feiern, mir reicht der deutsche Muttertag im Mai.
Corinna Kuhr-Korolew, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Deutsches Historisches Institut: Ich treffe mich am 8. März mit ein paar Kolleginnen, auch Historiker, und wir backen einen Kuchen. Man kann sagen, wir feiern damit auch den Frauentag. Das ist dann aber nicht ganz nach der russischen Tradition, denn wir treffen uns ohne Männer, sind nur in einem Frauenkreis zusammen.
Felix Schultess, künstlerischer Leiter des Teatro del Gusto: In unserer Familie wird dieser Feiertag eigentlich hoch gehalten und gewöhnlicherweise gefeiert. Das ist eine Sache, um die man nicht herumkommt. In diesem Jahr muss ich aber ausgerechnet am 8. März gerade arbeiten.
Helen Walter-Kurkjan, Sängerin „Helen & Rebjata"/„Gastarbajterka": Mein Mann und ich müssen häufig arbeiten an Feiertagen, da wir in der Theater- und Musikszene beschäftigt sind. Doch am 8.März haben wir beide frei und werden das Wochenende zusammen genießen. Ob wir ins Theater oder Konzert - als Gäste – gehen und diesmal anderen beim Arbeiten zuschauen, oder ob wir ein gemütliches Wochenende zu Hause verbringen und Gäste einladen, steht noch nicht fest.
Max Gutbrod, Anwalt, Partner bei Baker & McKenzie: Ich werde einfach bei den Sachen mitmachen, die hier üblich sind, wie etwa den Frauen Blumen schenken. Das gilt aber in erster Linie für meine russischen Kolleginnen und Bekannten. Zu Hause werden wir wohl nichts Besonderes unternehmen, wir sind ja eine deutsche Familie. Der Tag schafft mir ein bisschen Stimmung, aber wirklich nur ein bisschen.
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