Sergej Edmin, Generaldirektor der Flughafenbetriebsgesellschaft Northern Capital Gateways, teilte der Zeitung „Kommersant“ mit, Pulkowo verhandle unter anderem mit den amerikanischen Delta Airlines über die Aufnahme eines Direktfluges von St. Petersburg nach New York.
„Amerika ist unser wundester Punkt“, so Edmin, „alle anderen Regionen sind mehr oder minder abgedeckt“. Es ginge um drei bis vier Linienflüge pro Woche, die Flugzeit würde etwa 8,5 Stunden betragen. Möglicherweise könnte die neue Luftlinie bereits 2012 eingeführt werden.
Über eine Direktverbindung nach Singapur laufen Gespräche mit den Singapore Airlines. Mit den griechischen Aegean Airlines wird über die Erweiterung des Angebots nach Griechenland verhandelt. Bisher wird die Ägäische Halbinsel von der Nördlichen Hauptstadt aus von „Rossija“ und „Transaero“ angeflogen.
Raison auf allen Linien Boris Rybak von der Consulting-Firma „Infomost“ ist der Ansicht, eine Direktlinie nach New York würde sich rentieren. „Heute gibt es nur Amerikaflüge aus Helsinki, Moskau oder Frankfurt (…). Potentielle Kunden aus St. Petersburg nach New York sind Geschäftsleute, Austauschstudenten, Emigranten und ein paar Touristen.“
Singapur sei dagegen eine fast reine Urlaubs-Verbindung, habe aber auch Wert als Umsteige-Destination nach Australien. Die griechischen Badeorte seien dagegen immer in Mode bei Petersburger Urlaubern, deshalb sei es kein Problem, diese Flüge zu füllen.
Der Marktanalytiker Dmitri Adamidow ist dagegen der Meinung, Petersburg habe zu wenig innere Ressourcen für neue Luftlinien. Wichtiger sei Pulkowo als Transitflughafen.
„Moskau als größter Transitknotenpunkt ist heute überlastet und nicht immer bequem. Pulkowos Strategie könnte darin liegen, Passagiere aus Moskau abzuziehen.“
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