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Sonntag, 20.09.2009
Deutsche Schule eröffnet mit gelungenem Gartenfest
St. Petersburg. Seit dem 1. September läuft an der Deutschen Schule St. Petersburg der Unterricht, und am Samstag wurde die intensive Vorarbeit der letzten Monate mit einem kleinen Festakt und einer Grillparty abgeschlossen.
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Die Deutsche Schule von St. Petersburg liegt mitten in einem alten Industrieviertel im nördlichen Teil der Wassili-Insel. Das hat Vorteile: Die Gegend ist relativ ruhig und sehr grün.
Mit zwei Schulbussen werden die SchülerInnen problemlos in die uliza Odojewskogo 19A und zurück nach Hause transportiert, so dass der etwas lange Weg von der Metrostation "Wassileostrowskaja" auch kein Problem darstellt.
Fröhlicher Auftakt Der Samstag stand – wie es sich für eine Schule gehört – ganz im Zeichen der Kinder. Der Festakt in einem großen Zelt im Garten der Schule begann mit einem Gesangsauftritt der Schüler und schloss mit einem Gruppenfoto von Schülern und Lehrern auf der kleinen improvisierten Bühne.
Anschließend konnten sich die Kinder auf dem Rasen bei Discomusik und Spielen ordentlich austoben, während die Erwachsenen sich am Büfett gütlich taten. Unter fachgerechter Führung machten viele der sehr zahlreich erschienenen Gäste einen Gang durch die Schule.
Das einzige, was bei dem fröhlichen Fest nicht ganz mitmachte, war das Wetter. Es war reichlich kühl und feucht. Doch zum Glück setzte erst in dem Moment Dauerregen ein, als die Veranstaltung ihrem Ende entgegenging.
Ein Kraftakt von sieben Monaten Länge Neben dem Gesang der Schüler und dem fulminanten Auftritt der Volksinstrumentengruppe „Grad Quartett“ gab es natürlich zahlreiche Grußadressen. Die Redner betonten immer wieder, wie erstaunlich es doch ist, dass in allerkürzester Zeit ein solch riesiges Projekt verwirklicht werden konnte.
Und tatsächlich: Von der ersten Informationsveranstaltung im deutschen Generalkonsulat (Russland-Aktuell berichtete) bis zur Aufnahme der Lehrtätigkeit vergingen ganze sieben Monate! Dr. Peter Ammon, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, brachte dies in seinem Grußwort auf den Punkt: „Das ist nur möglich, wenn alle Beteiligten an einem Strick ziehen.“
Standortvorteile an historischer Stelle Er betonte, die Schule sei „eine Beruhigung für Geschäftsleute“, denn jetzt bräuchte sich keiner, der geschäftlich nach Petersburg will, mehr den Kopf darüber zerbrechen, wo seine Kinder die nötige Schulbildung herbekommen können.
Dies war in der Vergangenheit ein entscheidender Hemmschuh bei der Standortwahl, weshalb es nicht verwundert, dass die meisten Expats sich in Moskau ansiedelten, wo es seit Jahrzehnten eine deutsche Schule gibt.
Für Petersburg kann die neue Schule Anstoß für eine verstärkte Ansiedlung von deutschen Unternehmen geben, was wiederum zur weiteren Verbesserung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen beitragen würde.
Apropos Standort: Auf der Wassili-Insel haben in der Zarenzeit sehr viele Deutsche gelebt – erwähnt seien an dieser Stelle nur das bekannte Gymnasium von Karl Mai und die lutherische Katharinenkirche. In gewisser Weise schließt die deutsche Schule also an gute alte Traditionen an, die in den Jahrzehnten der Sowjetherrschaft unterbrochen worden waren.
Viel Platz Die deutsche Schule beginnt bescheiden mit 16 SchülerInnen der ersten bis siebten Klasse und zehn KindergartenbesucherInnen. Beim Rundgang durch das Gebäude erzählt die Vorsitzende des Schulvereins Marion Janoschka, die Kinder kämen meist aus deutsch-russischen Mischehen, es gäbe aber auch rein russische Kinder und Kinder anderer Nationalitäten.
Im Gebäude ist noch viel Platz, denn die Schule ist auf ungefähr 100 SchülerInnen ausgelegt und der Kindergarten hat 30 Plätze. Im Moment wirkt alles noch etwas spartanisch, aber die Schule ist ja noch im Aufbau. Richtig gemütlich haben es bisher nur die Kindergartenkinder.
Ein teures Vergnügen Liegt die (im Vergleich zum ursprünglich bekundeten Interesse) geringe Schülerzahl vielleicht auch an den nicht gerade geringen Schulgebühren? Dieser Gedanke drängt sich auf beim Blick auf die „Preistafel“: Der Platz im Kindergarten kostet 7.500 Euro im Jahr, die Schule nimmt 8.000 Euro.
Im Vergleich zu anderen Privatschulen ist das Schulgeld jedoch noch günstig – so verlangt die amerikanische Schule 22.000 Dollar, der internationale Zweig der Herzen-Universität bis zu 15.000 Euro im Jahr.
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| Rubelkurse |
 | 39.3671 |
 | 28.6692 |
 | 30.2173 |
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| Wetter Moskau |
 | 38 °C Tags |
 | 19 °C Nachts |
 | 32 °C Morgen |
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