Experten: Petersburger Bauwirtschaft bricht 2011 ein
St. Petersburg. Nach Moskau verkündet jetzt auch St. Petersburg das erneute Ansteigen der Immobilienabschlüsse. Auf dem Baumarkt erwarten Experten allerdings erst einmal einen Einbruch, bevor es ab 2013 aufwärts geht.
Laut der Wirtschaftsseite RBKdaily wird sich der Petersburger Baumarkt erst 2013 richtig von den Folgen der Krise erholt haben. Zwar sollen in diesem Jahr 2,3 Millionen Quadratmeter neuer Wohnraum fertig werden, aber bereits 2011 kommt ein Einbruch.
Spezialisten in der Branche knüpfen dies an die Tatsache, dass jetzt Neubauten übergeben werden, mit deren Bau vor oder ganz zu Beginn der Weltwirtschaftskrise begonnen worden war. Dann folgt eine große Lücke. Erst 2012 geht es wieder aufwärts, und das Vorkrisenvolumen von drei Millionen Quadratmetern wird 2013 wieder erreicht.
Nachfrage nach Immobilien steigt um 30 Prozent
In den Petersburger Immobilienmarkt, der wegen der Krise brach lag, kommt jetzt wieder Bewegung. Im Vergleich zum Dezember 2009 ist die Nachfrage um 30 Prozent gestiegen, im Vergleich zum ersten Vorjahresquartal sogar um 300 Prozent.
Laut Olga Litwitschenko, der stellvertretenden Direktorin der bekannten Immobilienfirma Bekar, gehen am besten Mittelklassewohnungen in Häusern, die kurz vor der Fertigstellung sind. „Unter dem Einfluss der Krise hat sich die Nachfrage in das preisgünstigere Segment verlagert“, fügt eine Kollegin hinzu. „Drei-Zimmer-Wohnungen werden praktisch gar nicht gekauft.“
1.800 Euro pro „Quadrat“
Die Preise auf dem primären Wohnungsmarkt (Neubauten) liegen in Petersburg im Moment bei 70.000 Rubel pro Quadratmeter (etwa 1.800 Euro). Die Branche erwartet in naher Zukunft keine erheblichen Preisschwankungen.