Kaum war die „Admiralitejskaja“ kurz vor Jahresende feierlich eingeweiht worden, stand eine der vier Rolltreppen auch schon zum ersten Mal still. Kurz vor Mitternacht am 31. Dezember fielen dann eine kurze Zeit lang alle vier Treppen aus – und das just in dem Moment, als viele Petersburger auf dem Weg zum Schlossplatz waren, um dort das neue Jahr zu begrüßen.
Die nagelneuen Treppen sollten doch eigentlich wie geschmiert funktionieren. Unangenehm für die Petersburger Metrofahrer ist außerdem: Bei jedem Stillstand der Rolltreppen droht ihnen ein extrem langer Fußmarsch nach unten bzw. nach oben, liegt die „Admiraltejskaja“ doch satte 102 Meter unter der Erde.
Schlendrian und Zeitdruck Am Mittwoch kam endlich eine offizielle Reaktion seitens der Stadtväter. Vor Journalisten gab der für das Verkehrswesen zuständige Vizegouverneur Juri Moltschanow zu: Die Pannen gehen (mal wieder) auf Schlendrian und Zeitdruck zurück.
Erst hat der Hersteller der Rolltreppen die Lieferfrist nicht eingehalten, dann ist zu wenig Zeit verblieben für den Einbau, weil die Station unbedingt ein Neujahrsgeschenk für die Bürger werden sollte, also „auf Teufel komm raus“ vor dem 31. Dezember eröffnet werden musste.
Petersburger Deja-vu Laut Moltschanow ist das, was jetzt passiert, aber völlig normal – die neuen Rolltreppen müssten richtig eingestellt werden, bevor sie einwandfrei funktionieren können. Genau das passiert im Moment – in „ein bis zwei Tagen“ soll das Problem behoben sein.
Zur Erinnerung: Eine ähnliche Panne hatte es auf der Station „Spasskaja“ gegeben. Sie sollte eigentlich Ende 2008 eröffnet werden, aber dann verzögerte sich die Inbetriebnahme um zweieinhalb Monate, bis die Rolltreppen endlich die richtige Feinabstimmung hatten.
Kaum war die Station eröffnet, wartete aber eine andere Unannehmlichkeit auf die Fahrgäste – der Boden beim Übergang zur Umsteigestation „Sadowaja“ war so glatt, dass man hätte Schlittschuh darauf laufen können…
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