Petersburg: Demo am 4. Februar auf Kompromiss-Route
St. Petersburg. Die Petersburger Oppositionsbewegung hat den Kompromissvorschlag der Stadtregierung akzeptiert: Die Demo am 4. Februar führt durch die Innenstadt, in einem weiten Bogen um den Newski Prospekt herum.
Die Stadtverwaltung hatte die für den Protestmarsch am 4. Februar „Für ehrliche Wahlen“ zuerst angemeldete Route Newski-Prospekt-Bolschaja Morskaja uliza-Isaakplatz ausgeschlagen. Der jetzt gefundene Kompromiss „stellt alle zufrieden“, erfuhr das Internetportal Fontanka-.ru von den Beteiligten.
30.000 Teilnehmer erwartet
Der Ausgangspunkt – der Platz vor dem Oktjabrski-Konzertsaal - bleibt dabei der alte. Dort geht es am 4. Februar um 13.30 Uhr los – der Weg führt die Demonstranten in nördlicher Umgehung des Newski Prospekts zum Konjuschennaja-Platz neben der Blutskirche am Gribojedow-Kanal. Dort erwarten die Veranstalter etwa 30.000 Teilnehmer zu einer Kundgebung.
Laut Olga Kurnossowa vom “Bürgerkomitee” erklärt die Wichtigkeit der Innenstadtrpute für die Protestler: “Wir wollen unbedingt in Richtung Innenstadt gehen. Die Variante mit dem Konjuschennaja-Platz entspricht dieser Forderung. Außerdem marschieren wir in unmittelbarer Nähe zum Newski.”
Eine weitere erfreuliche Nachricht – die verschiedenen Protestgruppen haben sich auf einen einheitlichen Marsch geeinigt. Zuvor hatte es Streit darüber gegeben, ob die einzelnen Bewegungen ihre eigene Symbolik mit sich tragen dürfen oder nicht. Linksradikale Gruppen wollten nicht auf die eigenen Fahnen und Plakate verzichten, liberaler gesinnte forderten dagegen einzig und allein „allgemeine „ Losungen wie „Für gerechte Wahlen“.
Spaltung erst einmal überwunden
Im Endeffekt waren zwei Demonstrationen angemeldet worden, die aber beide über den Newski Prospekt zur Isaakskathedrale führen sollten. Beide Anträge lehnte die Stadtregierung ab.
Nach langen Verhandlungen der Oppositionsgruppen untereinander fiel dann doch die Entscheidung, gemeinsam zu demonstrieren, und zwar ohne jede Parteisymbolik.