Das Museum für Petersburgische Geschichte, zu dem die Peter-Pauls-Kathedrale in der Peter-Pauls-Festung gehört, dementiert. „Wir untersuchen das Video. Es zeigt nicht den Moment des Absprungs, sondern nur den Springer in der Luft. Wahrscheinlich ist es eine Montage“, verlautete laut BaltInfo am Montag aus der Pressestelle des Museums.
Im weiten Bogen vom Kirchturm Auch die Museumswache will nichts gesehen haben: „Auf den Turm kommt man nur von innen aus der Kathedrale. Da ist alles bewacht, da kommt keiner ungehindert durch. Außerdem ist am Sonntag in der Stadt keiner mit einem Fallschirm gesprungen“, so das Museum.
Auf dem Video ist tatsächlich nicht zu sehen, wo der Springer abgesprungen ist. Der gut eine Minute lange Clip zeigt, wie er vom Turm der Kathedrale einen Bogen fliegt und dann auf einem Stück Rasen neben der Kirche landet. Die wenigen Passanten reagieren freudig überrascht.
Ein Internetnutzer schreibt allerdings in seinem Kommentar, er habe den Sprung selbst gesehen. „Jungs, mir fehlen die Worte, ich habe das heute selbst gehen (bin sogar ein bisschen ins Bild gekommen). Ihr hättet die Gesichter der Wachen sehen sollen; die haben erst nach fünf Minuten kapiert, von wo ihr abgesprungen seid.“
Alles nur Bluff? Petersburgs Sehenswürdigkeiten scheinen immer beliebter zu werden für „Aktionen“ unterschiedlichster Arten. Erst vor zehn Tagen hatte ein Youtube-Video für Aufsehen gesorgt, auf dem zwei Anarchisten einen Schuss aus der Hauptkanone des Panzerkreuzers Aurora abgeben.
Die Leningrader Militärbasis hatte sich sehr beeilt, das Video als Fälschung zu entlarven. Ein Hit im Internet blieb es trotzdem. Und regt anscheinend weitere Abenteurer zu spektakulären Aktionen an.
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