Gesucht werden Projektionsbüros, die die Verlängerung von zwei bereits bestehenden Metrolinien in Angriff nehmen. Erstens geht es um die „grüne Linie“ (Linie drei). An die bisherige Endstation „Primorskaja“ werden vier neue angehängt:
„Nowokrestowskaja-2“ soll in der Nähe des neuen Zenit-Stadions auf der Krestowski-Insel liegen. An sie schließen weiter in nordwestlicher Richtung „Uliza Sawuschkina“, „Jachtennaja“ und „Soopark“ an – letztgenannte versorgt die Besucher des neuen Petersburger Zoos, der in dieser Gegend entstehen wird.
Die drei anderen Stationen sind als Fortsetzung von Linie fünf gedacht und werden sich allesamt auf der Wassili-Insel befinden. „Bolschoi Prospekt-1“ schließt dann an die „Teatralnaja“ an, deren Fertigstellung allerdings erst für 2015 geplant ist. Weiter folgen „Schkiperskaja“ und „Morskoi Fassad“ im Westen der Wassili-Insel.
Niveau der 1980er Jahre Die sieben neuen Stationen sind Teil eines umfassenden Ausbaukonzepts für die Petersburger Untergrundbahn. Die Metroanbindung der Megalopolis hinkt immer noch weit den Anforderungen nach.
Stanislaw Popow, der Vorsitzende des Smolny-Verkehrskomitees, gibt unumwunden zu, dass das jetzige Netz etwa dem entspricht, was für die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts geplant gewesen war. Deshalb müsse man jetzt „im Eiltempo das Versäumte nachholen“, zitiert ihn die Zeitung „Kommersant“.
106 Stationen bis 2025 Die Pläne sind wahrhaft napoleonisch. 2025 soll Petersburg statt der jetzigen 64 Stationen über 106 verfügen, statt 3,2 Millionen Passagieren sollen dann täglich 6,2 Millionen befördert werden. Die Voraussetzung dafür ist natürlich eine stabile Finanzierung.
Und genau daran könnten die ambitionierten Pläne (wieder einmal) scheitern. Gebraucht werden dafür jährlich 30 Milliarden Rubel (715 Millionen Euro). Dann würde Petersburg 2015 bereits 71, 2020 dann 86 und 2025 schließlich 106 Metrostationen besitzen und sogar über eine Ringlinie verfügen.
Fließt nur die Hälfte dieser Summen, wird die Ausbeute bescheidener werden: 2015 gibt es dann 67 neue Stationen, 2020 bis zu 77 und 2025 bis zu 86. Im laufenden Jahr sind für den Metrobau nur zehn Milliarden Rubel veranschlagt, für 2012 sind 18 Milliarden vorgesehen, für 2013 dann bereits 28 Milliarden.
Ob diese Summen dann auch tatsächlich zur Verfügung stehen, ist heute kaum absehbar.
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