Das Astoria gehört zu den Gebäuden im Stadtbesitz, die 2010 veräußert werden sollen. Der 17.000 Quadratmeter große Komplex im feinsten Petersburger Stadtzentrum könnte nach einer Schätzung der Zeitung „Kommersant“ 1,5 bis drei Milliarden Rubel (ca. 40 bis 80 Millionen Euro) in das Budget schwemmen.
Wenn…, ja wenn nicht vielleicht doch die Pacht erhöht wird und sich ein Verkauf dadurch nicht mehr rentiert, gibt Andrej Stepanenko, Generaldirektor des Petersburger Liegenschaftenamts, zu bedenken. Wenn der Betreiber des „Astoria“ darauf eingeht, wird das geschichtsträchtige Gebäude wieder von der Verkaufsliste gestrichen.
Bis zu 65 Millionen Euro in die Stadtkasse Zur Privatisierung und zum anschließenden Verkauf stehen aktuell sechs Objekte bereit – der Palast von Großfürst Michail Michailowitsch am Admiralitätskai, der Nikolaus-Markt an der Sadowaja Uliza, die Villa Kotschubej am Konnogwardejski-Boulevard, der Runde Markt an der Moika, das Landhaus Benois und die lutherische Kirche in Pawlowsk.
Die Stadt erwartet für diese Gebäude etwa zwei bis 2,5 Milliarden Rubel (52 bis 65 Millionen Euro) Zuwachs für den Haushalt. Die meisten Objekte sind zurzeit verpachtet , und die Pächter haben zumeist Interesse daran, die Liegenschaften auch zu erwerben.
So rekonstruiert das Unternehmen Sowkomflot den Runden Markt bereits für sein Hauptquartier, rechnet also offensichtlich damit, beim Verkauf den Zuschlag zu bekommen. Auf die Stadtvilla der Fürsten Kotschubej hat Jelena Baturinas Konzern „Inteco“ ein Auge geworfen.
Für das große und das kleine Geld Die Villa wird laut Stadtportal Fontanka.ru als das teuerste Objekt in der Liste eingeschätzt. Ein Quadratmeter kostet bis zu 300.000 Rubel (knapp 8.000 Euro). Viel günstiger werden der Nikolaus-Markt und die ehemalige Datscha der Familie Benois zu haben sein – sie sind schlicht und weg baufällig.
Unter den neu in der Liste aufgetauchten Gebäuden befinden sich das Business-Zentrum „White Nights“ (Malaja Morskaja, Ecke Isaak-Platz), der klassizistische Kaufhof in Kronstadt und weitere Architekturdenkmäler in Petersburgs Vorstädten und zwei historische Bankgebäude in der Innenstadt.
|