SPb.: Neuer Bootshafen auf der Wassili-Insel geplant
St. Petersburg. Neben dem neuen Passagierterminal im Westteil der Wassili-Insel soll ein Hafen für Linienboote entstehen, mit denen Ankömmlinge dann endlich bequem in die Petersburger Innenstadt gelangen können.
Der Westteil der Wassili-Insel ist verkehrstechnisch immer noch schlecht an das Petersburger Stadtzentrum angebunden, dabei landen im Passagierhafen die großen Kreuzfahrer und Fähren mit Tausenden von Passagieren an. Ein Netz von Linienbooten soll jetzt Abhilfe schaffen – zumindest in den Sommermonaten.
Geplant ist die Errichtung von acht Anlegern in der Mündung des Smolenka-Flüsschens. Dort können dann Ausflugsschiffe vom Typ „Moskwa“, „Fontanka“ oder auch „Meteor“ festmachen, die schon heute auf der Newa am weitesten verbreitet sind.
150 Tage im Jahr
1.600 Passagiere pro Stunde könnten abgefertigt werden. Dadurch würde die Verkehrsbelastung auf der Wassili-Insel um 40 bis 60 Prozent sinken, heißt es in einer Projektvorstellung. Die Schiffe würden die Rolle von Bus und Taxi übernehmen.
Weiter soll auf dem Areal von drei Hektar ein Yachtclub mit Anlegern für etwa 100 Boote entstehen. Dazu gehören Cafés, ein Hotel und Büroflächen. Der Yachthafen könnte auch ausländische Skipper anziehen, die ja nun auch russische Gewässer anlaufen dürfen.
Wegen des langen Petersburger Winters werden die „Flusslinien“ und der Yachtclub nur etwa 150 Tage im Jahr funktionsfähig sein. „In See gestochen“ wird aber nicht vor 2015 – vorausgesetzt, dass alle Genehmigungsprozeduren erfolgreich absolviert werden.