Das alte Wohnhaus an der Ecke Malaja Morskaja uliza und Kirpitschny pereulok wird zurzeit abgetragen. Im jahrelangen Streit darum, ob das Haus ein Kulturdenkmal ist und die Anlage einer U-Bahn-Station die historische Bebauung bedroht, setzt sich also (naturgemäß, möchte man fast sagen) die Position der Stadt durch
Versprochen wurde ein „schonender Abriss“ – die Fundamente der umliegenden Gebäude wurden verstärkt und bis zur dritten Etage wird keine schwere Technik eingesetzt, erklären die Auftraggeber.
Hotel oder Business-Center?
Im Sockel- und Erdgeschoss wird die Eingangshalle zur Metrostation „Admiraltejskaja“ eingerichtet, die 2011 fertig werden soll. Der U-Bahnhof wird mit 100 Metern der am tiefsten gelegene in der ganzen Stadt.
Die Fassade des Hauses soll original wiederhergestellt werden. Was allerdings dahinter Platz findet, ist noch unklar. Ende des Sommers soll ein Wettbewerb um die weitere Nutzung ausgerufen werden.
Ein Hotel oder ein Geschäftszentrum sind die wahrscheinlichsten Varianten. Ausgeschlossen ist allein die Nutzung als Wohnraum, verlautet aus der Pressestelle der Petersburger Metro.
Der Station fehlt nur noch das Dekor
Die Station „Admiraltejskaja“ ist in 100 Metern Tiefe so gut wie fertig, und das seit langem. Bisher fahren die Züge ohne Halt zwischen „Sadowaja“ und „Sportiwnaja“ durch. Aufmerksamen Beobachtern fallen die verschlossenen Durchlässe auf, wenn der Zug verlangsamt die Station passiert.
Im Dekor soll die „Admiraltejskaja“ ihrem Namen entsprechen, soll heißen: Die Thematik dreht sich rund um die russische Flotte, die anderthalb Jahrhunderte lang im benachbarten Admiralitätsgebäude gebaut wurde.
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