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Freitag, 18.09.2009
Milliardär Prochorow für einen Dollar in die NBA ?
Moskau. Russlands Oligarchen sind wieder in Einkaufslaune: Sorgte vor Jahren Abramowitschs Einstieg bei Chelsea London für Furore, will nun Michail Prochorow angeblich den NBA-Club New Jersey Nets kaufen – für einen Dollar.
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Michael (Jordan) vs. Michail (Prochorow): Die Nummer Eins unter Russlands Oligarchen, macht dem gerade in die Hall of Fame aufgenommenen Superstar-Basketballer derzeit die Schlagzeilen streitig. Laut der russischen Zeitung „Sport Express“ übernimmt Prochorow die Mehrheit am finanziell angeschlagenen Club New Jersey Nets.
New Jersey Jets: Tristesse auf dem Spielfeld und außerhalb Während bei den Nets vor einigen Jahren noch das Duo Jason Kidd (spielt inzwischen neben Dirk Nowitzki in Dallas) und Vince Carter (gerade zum NBA-Finalisten Orlando Magic gewechselt) für begeisternden und erfolgreichen Basketball stand und die Nets bis ins NBA-Finale führte, herrschte in der abgelaufenen Saison Tristesse; sogar die Playoffs wurden verpasst.
Noch schlechter als das Spiel sind die Finanzen des Clubs, im ersten Halbjahr machte er 25 Millionen Dollar Verlust. Besitzer Bruce Ratner will sich von seinen Anteilen trennen. Im Juni tauchten erste Berichte über Gespräche zwischen Ratner und Prochorow auf.
Sportfan Prochorow Prochorow, in der Vergangenheit eher wegen Frauengeschichten in der Presse, ist tatsächlich ein großer Sportfan. Neben seinem Büro bei Norilsk Nickel ließ er seinerzeit einen kleinen Sportsaal mit Laufband und Box-Sandsack einrichten. ZSKA Moskau wurde zum besten Basketball-Klub Europas – dank großzügigen Sponsorings von Nornickel und Prochorow. Inzwischen ist Prochorow Präsident des russischen Biathlon-Verbandes.
Eine geplante Beteiligung an den New Jersey Nets hatte Prochorows Onexim-Bank im Juni noch dementiert. Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit. Der Club plant den Bau einer 3,5 Milliarden Dollar teuren Sportstätte in Brooklyn, das Barclays-Center. Prochorow will einen Teil der dafür herausgegebenen Obligationen kaufen. Ein rein kommerzielles Geschäft, heißt es bei Onexim dazu.
„Mein Auto, meine Yacht, mein Fußball- oder Basketballclub“ Nicht ganz: Vertraute Prochorows berichten, er träume schon lange von „seinem“ Club in der NBA. Der Bau der Arena sei nur der erste Schritt. Der „Sport Express“ will bereits von einer prinzipiellen Einigung über die Übernahme des Clubs erfahren haben. Demnach bekommt der russische Oligarch mit den NBA-Maßen (Prochorow ist etwa zwei Meter groß) für sein Engagement beim Bau des Barclays-Center und die symbolische Summe von einem Dollar die Mehrheit an den Nets.
Obwohl der Club noch einige Altlasten zu tragen hat, könnte sich das Unternehmen für Prochorow auch finanziell lohnen. Im Großraum New York wohnen viele Russen, die als potenzielle Fans des „russischen“ NBA-Clubs in Frage kommen. Zudem hofft Prochorow auch auf eine kommerzielle Vermietung des Barclays-Center – wenn die Finanzkrise in den USA vorbei ist.
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