Abba-Imitator Rod Stevens erzählt in der britischen Boulevard-Zeitung The Telegraph, er habe kurz vor Weihnachten einen überraschenden Telefonanruf aus dem Kreml bekommen. Er habe aber nicht gewusst, vor wem die Gruppe auftreten solle. Er bereue jetzt, dass er nicht mehr als die vereinbarten 28.000 Dollar Honorar gefordert habe.
Das Konzert soll am 22.Januar in der Präsidenten-Residenz am Waldai-See stattgefunden haben. Erst bei ihrem Auftritt hätten die Musiker erkannt, für wen sie sangen.
Durch einen dünnen Vorhang von ihnen getrennt habe Putin dort zusammen mit einer Dame auf einem Sofa gesessen. Sie seien sich sicher, dass es sich um Putin gehandelt habe, erklärt Rod Stevens.
Die Dame habe kurze blonde Haare gehabt und ein langes cremefarbenes Kleid getragen. Es sei möglich, dass es Putins Frau Ludmilla gewesen ist.
Unter den Nachbarn und Anwohnern der Präsidentenresidenz im Waldai hält sich allerdings das Gerücht, Putin habe dort zusammen mit der Bodenturnerin Swetlana Chorkina, die inzwischen Duma-Abgeordnete der Kreml-Partei ist, deren Geburtstag gefeiert. Chorkina ist befreundet mit Alina Kabajewa, die auch schon mal als Putins Favoritin galt.
Jedenfalls, so berichten die "Bjorn Again"-Musiker über den weiteren Verlauf des Abends, habe man vor neun von Leibwächtern begleiteten Zuschauern insgesamt 15 Abba-Hits gesungen, darunter auch Waterloo, Gimme Gimme Gimme und Dancing Queen. Wladimir Putin habe begeistert geklatscht, "Bravo" gerufen und auf dem Sofa im Sitzen mitgerockt.
Nach dem Konzert habe es für die Gäste noch ein Feuerwerk am Waldai See gegeben, erzählen die Musiker, während sie selbst aber sofort in ihre Unterkunft gebracht wurden.
Bisher war bekannt, dass Putin Deep Purple-Fan ist. Bei einem Gazprom-Jubiläumskonzert im Kreml hatten Deep Purple und Tina Turner unter anderem für den damaligen Präsidenen Wladimir Putin und die Vizepremiers Dmitri Medwedew und Sergej Iwanow gespielt.
|