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Mittwoch, 16.12.2009
Woher hat Schirinowski das Geld für einen Maybach?
Moskau. LDPR-Chef Wladimir Schirinowski hat den Argwohn (oder nur den Neid) anderer Duma-Abgeordneter erregt: Er hat sich eine Luxuslimousine der deutschen Nobelmarke Maybach angeschafft.
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Michail Grischankow, Vizevorsitzender des Sicherheitsausschusses des Parlaments, forderte vor dem Plenum, dass die Antikorruptions-Komission der Duma untersuchen solle, wie legal Wladimir Schirinowski zu einem Maybach „zum Preis von mehr als einer Million Dollar“ gekommen sei.
Das so angegriffene Enfant terrible der russischen Politik erklärte darauf recht ungerührt, dass er als langjähriger Duma-Abgeordneter seit 16 Jahren „für jedwede Überprüfung offen“ sei. Die Behörden hätten bei ihm nie etwas gefunden „und wenn doch, habe ich vor Gericht Recht bekommen“.
Autotypen-Wahl kein Thema für die Duma Woher er den Maybach respektive das Geld dafür hat, erklärte der Parteiführer allerdings nicht. Duma-Vorsitzender Boris Gryslow sprang ihm auch bei und erklärte, derartige Fragen seien nicht Gegenstand für Duma-Ermittlungen.
Schirinowski gehört offiziell zur oberen Mittelklasse Bei der letzten Offenlegung von Einkünften und Vermögen vor der Präsidentenwahl 2008 hatte Schirinowski seine jährlichen Bezüge mit umgerechnet etwa 100.000 Euro beziffert. Als Immobilienbesitz führte er nur eine kleine Wohnung in Moskau an. Seine Gattin deklarierte allerdings viermal höher Einkünfte und den Besitz von sechs Wohnungen und fünf Datschen in und um Moskau.
Ende der 90er Jahre hatte Schirinowski bei derartigen Deklarationen mit dem Besitz von 122 Wohnungen und 227 Autos gepunktet.
Er erklärte damals, dass es sich dabei faktisch um das Parteivermögen der LDPR handele, das er zum Schutz vor Unterschlagungen auf seinen eigenen Namen registriert habe.
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